Bachwanderung zum Weltwassertag

Anlässlich der Aktionstage und des Weltwassertages führten die Plauener NaturFreunde e. V. am 22.03.2017 eine Bachwanderung durch.

Mit dieser Wanderung unterstützen wir die Kampagne „naturfreunde bewegen“. Wir wanderten von der Quelle unseres Heimatbaches – die Syra, im Mehltheuerer Forst bis zur Mündung in die Weiße Elster im Zentrum der Vogtlandmetropole Plauen. Anfangs stolperten wir auf steinigen, feuchten und schlammigen Waldwegen zur Quelle, die sich kaum als solche zu erkennen gibt.


Wir begleiten dieses Rinnsal über die Hainwiese nach Syrau, durchquerten diesen Ort in Richtung NSG Syrau-Kauschwitzer-Heide, einem ehemaligen militärischen Übungsgelände. Das Bächlein durchfließt und füllt mehrere Teiche. Zur Blütezeit der Heide bietet diese Fläche ein buntes Farbenspiel. Einer Markierung können wir hier nicht folgen. Wiesen- und Feldwege sowie schmale Trampelpfade führen uns trotzdem zu unseren Zielen.
Kauschwitz mit seiner außergewöhnlichen Kapelle Christi Himmelfahrt gefällt uns immer wieder. Ab hier folgen wir bachnah der Syra. Gesäumt von Schwarzerlen ist ihr Lauf weithin sichtbar. Eine Umwegstrecke müssen wir in Kauf nehmen, da eine Viehweide keinen Durchgang möglich macht.

Die Syra hat eine Länge von 10,6 km, entspringt in 504 m Höhe, endet bei 330 m Höhe und fließt 1100 m unterirdisch. 9 noch kleinere Bächlein fließen in die Syra. Mäanderförmig durchfließt die Syra das LSG Syratal, ein Naherholungsgebiet der Stadt Plauen. Hin und wieder sollten wir uns auf einer der Bänke Ruhe gönnen und in die Natur lauschen sowie daran denken, dass 12 % der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberen Wasser haben. Jeden Tag sterben laut Weltwasserrat 4.500 Kinder. Dagegen lebt Deutschland im Paradies, denn 800 Mrd. m³ stehen den Bundesbürgern pro Jahr zur Verfügung.

Wir nähern uns dem Stadtzentrum und unterqueren die „Friedensbrücke“. Eine der größten Bruchsteinbogenbrücken der Welt. Sie überspannt das Tal des Syrabaches mit einer lichten Weite von 90 m. Nach 4 Stunden erreichten wir die Mündung und lauschten dem sprudelnden Geräusch des Wassers. Die Wanderstrecke war natürlich länger als der Bach und eine Mittagspause in der Heide durfte nicht fehlen.

NF Hans Leipold (Text), NF Peter Seibt (Bilder)