Die 8. Etappe des Malerweges

Ideales Wanderwetter begleitete uns auf der 8. Etappe des Malerweges in der Sächsischen Schweiz. 7:30 Uhr starteten wir mit einem Sonderbus in Plauen (Vogtl.).

Fast 200 km Busfahrt lagen vor uns. Die Zeit überbrückten zwei Naturfreunde mit Handpuppen „der Kasperl und der Teufel“. Sie begrüßten die 51 Wanderlustigen mit ein paar witzigen Bemerkungen.
Alle 8 Etappen des Malerweges haben wir gekürzt. Denn die 6 Stunden für die Hin- und Rückfahrt lassen nicht längere Streckenabschnitte zu. So war für uns die 8. Etappe nur 8,4 km lang.
Gegen 10 Uhr fuhren wir durch den Ort Königstein. Unser Busfahrer kennt sich bestens aus. Und so nutzten wir die zugelassene Anfahrt nach Pfaffendorf über Gohrisch, wo wir den Wanderparkplatz erreichten. Es vergingen einige Minuten, ehe alle startklar waren. Ab hier folgten wir der Malerweg-Markierung steil bergan.


Der Plattenweg war nicht wanderfreundlich. Am Wegweiser, direkt am Fuße des Pfaffensteinmassives, bogen wir nach rechts ab. Denn dieser „Bequeme Aufstieg“ ist für solche große Gruppen besser geeignet als der Aufstieg durch das „Nadelöhr“. Wir bestaunten den mächtigen „Jäckelfelsen“. Karl Gottlob Jäckel war einer der die touristische Erschließung des Pfaffensteins förderte.

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir den Pfaffenstein. Einige nutzten das Umfeld des Berggasthauses für eine kurze Rast, andere bestiegen den Aussichtsturm. Dann ging es wieder ein Stück abwärts zum Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz, der Barbarine. Nur gruppenweise schlängelten wir uns durch die Spalten und über die Stufen sowie Leitern der Felsen. Dann stiegen wir ab und folgten wieder der Markierung über den Oberen Kohlweg zum Quirlmassiv, das bekannt für eine Vielzahl von Höhlen und interessanten Fels- und Verwitterungsformen geprägt ist.

Wir bestaunten die große Schichtfugenhöhle des Diebkellers mit einem steinernen Tisch aus dem Jahre 1755.
Nun wanderten wir nur noch bergab. Vorbei an einem Sportplatz. Links sahen wir die Festung Königstein. Überquerten dann die Ortsstraße von Pfaffendorf und stiegen auf einem mit Sandsteinplatten gepflasterten Weg steil abwärts. Wir erreichten die Kursächsische Postmeilensäule von 1727 in Königstein. Kaum 100 m entfernt stand unser Bus.

Sitz- und Ruheplätze waren jetzt sehr begehrt.
Unser nächstes Ziel war das Schloss Sonnenstein in Pirna. Dort hatten wir eine Bastionenführung angemeldet. Doch bevor es losging, gönnten wir uns alle auf der Schlossterasse bei herrlichem Sonnenschein eine 1stündige Kaffeepause. Der Blick auf die Altstadt war fantastisch. Schnell wurden zwei Gruppen eingeteilt und die Führung konnte beginnen. Wir waren erstaunt über die wuchtigen Mauern der alten Wehranlage in der wir den Skulpturensommer von Holzbildhauern bewundern konnten.

Abschließend bummelten wir durch die Altstadt zur Elbe. Dort stand unser Bus. Pünktlich ging es heimwärts. Wieder kannte unser Fahrer einen Schleichweg, der den regelmäßigen Stau in Pirna umfuhr. Und so waren wir 19:30 Uhr wieder in Plauen.
In den Jahren von 2010-2018 wanderten 391 Vogtländer 79,8 km von 112 km des Malerweges.

08.04.2018
NF H. Leipold (Text), NF P. Seibt (Bilder)