Wandern auf dem Frankenwald Steigla

Eine von vielen Wanderungen im Frankenwald:
der „Dreierknock“ (11, 2 km)

21.10.2017
Wir starten vom Parkplatz Hohe Straße in Plauen (Vogtl.) mit unseren Autos. Nach einer Stunde Fahrtzeit über die A 72 und B 173 erreichen wir den Marktplatz von Presseck.

Parkmöglichkeiten sind genügend vorhanden. An der Infotafel sehen wir uns den gesamten Rundweg sowie die Markierungszeichen an. Ab hier folgen wir der blauen Markierung leicht bergan auf dem rechten Fußweg der Ortsstraße nach Schnebes. Auf der Höhe des Pressecker Knock (690 m) besteigen wir den hölzernen Aussichtsturm (20 m).


Ab hier wandern wir leicht bergab in den Frankenwald. Kurz vor Schnebes öffnet sich der Wald und wir genießen den Weitblick auf das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz und den Thüringer Wald. Wir überqueren die Ortstraße in Schnebes und steigen ein paar Stufen hoch zu dem Schnebeser Barockmarter. An einer Scheune vorbei gehen wir noch etwas höher hinauf bis zum Schnebeser Knock (681 m). Fast haben wir die kleine Marienkapelle übersehen die rechts des Weges in einer Senke liegt. Ein Wiesenweg führt uns direkt talwärts zu einem weiteren Aussichtspunkt an einer Waldspitze. Eine Liegebank lädt hier zum Verweilen ein. Doch leider nur für zwei Personen. In weiter Ferne am Horizont sehen wir Schwarzenbach am Wald und auch unser nächstes Ziel Heinersreuth rückt näher. Wir kreuzen zwei Skiabfahrten mit einer Liftanlage. Ein uriger Waldweg mit einer mächtigen Drillingsbuche führt uns auf eine Freifläche von der wir die zwei Heinersreuther Schlösser sehen. Sie sind heute im Besitz der Familie von Lerchenfeld. Eine Besichtung ist nicht erwünscht. In Schlossnähe wandern wir auf einen natur belassenen Steig des Leichbrettgrabens talwärts. Besonders starke Bergahorne säumen unseren Weg. Dann stehen sie plötzlich vor uns, die drei Barone. Diese Douglasien sind fast 50 m hoch und dienten der Samengewinnung.

Wir queren die Straße und beginnen mit dem Aufstieg zu den Unteren Wustuben. Nach einigen Höhenmetern erreichen wir ein Panorama – Tableau mit einer kleinen Sitzgruppe. Wir genießen den Blick hinunter ins Rodachtal. Nun erreichen wir das Höhendorf Elbersreuth. Im Gasthaus Bodenschatz werden wir schon erwartet. Es wird viel geplaudert. Fast jeder kommt zu Wort. Zufrieden verlassen wir das Gasthaus und folgen der Markierung in den Rabengrund. Nach einem langen Anstieg erreichen wir den Aussichtspunkt am Kirchberg. Immer wieder lohnt es sich stehen zu bleiben, zurück zu blicken oder die Pflanzenwelt zu bewundern. Schon von weitem sehen wir die Turmspitze der Dreifaltigkeitskirche von Presseck. Nun ist es nicht mehr weit. Alle Anstrengungen sind vergessen als wir die Bemalungen in der Kirche im Sitzen bewundern können.

Die zweite Wanderung im Frankenwald auf dem „Achatzmühlen-Weg“ (11,7 km)

04.11.2017
Wir starten wieder vom Parkplatz an der Hohen Straße in Plauen (Vogtl.). An der Anschlussstelle Pirk (5) fahren wir auf die A 72 – AK Hochfranken – AB Dreieck Bayerisches Vogtland A 9 – an der Anschlussstelle Münchberg Süd (36) fahren wir nach rechts ab, und dann in Richtung Marktleugast/Stammbach nach links. Wir durchfahren die Orte Stammbach, Roth und Steinbach und erreichen Marienweiher. Unterhalb der Wallfahrtskirche parken wir. Es dauert eine Weile bis alle startklar sind. Wir überqueren die Straße und folgen der Gasse hoch zur Basilika. Die Wallfahrtskirche (1718-1721) und das Franziskanerkloster wurden von Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn erbaut. Neugierig öffnen wir die schwere Tür und staunen über die prächtige Innenausstattung.
Wir verlassen die Kirche über den Vorplatz und folgen der bereits bekannten blauen Markierung. Vorbei am Friedhof und Sportplatz geht es leicht abwärts zum Zechteich. Der Wanderweg führt rechts und links am Teichufer vorbei. Hier stehen viele interessante Informationstafeln über das Leben im und am Wasser. Die beiden Wege vereinigen sich wieder zu einem Weg. Wir gehen bergan bis wir wieder auf einen befestigten Wirtschaftsweg sind. Links und rechts stehen Saalweiden die im Frühjahr unzählig vielen Bienen Nektar bieten. Dieser Höhenweg führt uns direkt nach Steinbach und bietet uns eine vortreffliche Aussicht auf den Ort Marienweiher. Wir schlendern durch den Ort und ein kleiner Hund ist erschrocken über so viele Wanderer. Am Ortsausgang stehen ein paar Kälberboxen. Für die Tiere sicherlich keine angenehme Stallung. Wir wandern weiter auf dem Feldweg mit Blick auf den Talgrund des Großen Koserbaches, dessen Lauf durch viele Teiche unterbrochen wird und der Basilika sowie dem Wallfahrtsort Marienweiher. Dann erreichen wir am Waldrand das Kemnather Kreuz (1836). Bevor wir in den Waldweg einbiegen gönnen wir uns eine kurze Rast. Dann geht es abwärts, zu einer unscheinbaren Brücke über den Koserbach. Zunächst durchwandern wir eine gerodete Waldfläche bis wir den so genannten Mordgraben erreichen. Hier soll der Sohn eines Waldarbeiters einen jungen Baron und seinen Jäger erschossen haben.


Wald- und Wiesenwege, Felder, Wälder und kleine Ansiedlungen wechseln sich ab. Wir durchlaufen den idyllisch gelegenen Weiler (Schmölz), der auf eine Kupferschmelze zurückgeht. Der Wanderweg führt an zwei Häusern vorbei über eine Wiese bis zu einer Anhöhe. Es lohnt sich stehen zu bleiben und zurück zu blicken. Dann folgen wir der Markierung nach rechts am Waldrand entlang. Von der Achatzmühle ist nichts mehr zu sehen. Dafür steht hier eine kleine Kapelle (1922). Nach der Kapelle biegen wir scharf nach links. Auf dem natur belassene Feldweg nahe dem Schallerbach wandern wir in Richtung Hermes. Doch zuvor bestaunen wir eine mächtige, stark verzweigte Rotbuche an deren unteren Stamm ein besonderer Briefkasten mit der Aufschrift „Bankgeheimnisse“ hängt. Dann endlich Mittagsrast in dem Landgasthaus Haueis (Tel.: 09255/2 45).
31 hungrige Wanderer wollen versorgt sein. Ausgeruht und wohl gelaunt geht es dem Tagesziel entgegen. Doch am Ortsausgang, ein wenig abseits des Wanderweges, gibt es eine noch größere Rotbuche zu sehen. Wir verlassen die Hermeshöhe und gehen talwärts in das Tal des Kleinen Koserbaches. Ein letzter steiler Anstieg folgt. Wenig später sehen wir am Wegesrand rechts ein Steinkreuz.
Bald folgen die ersten Häuser von Marienweiher.

Näheres Informationsmaterial über weitere Wanderrouten erhalten Sie unter:
Tourist Information
Kulmbach
Tel.: 09221/9 58 80

oder Online unter Frankenwald Steigla

Hans Leipold (Text+Bilder)