Auf den Spuren der Bundeswandertage 2018 in der Oberlausitz

Bei einer Mehrtagestour von 22 Naturfreunden der Ortsgruppe Plauen vom 20.09. bis 23.09.2020 wanderten wir auf 6 verschiedenen Touren auf den Spuren der Bundeswandertage.

Karin und Bernd Wächter organisierten die Ausfahrt und mit Unterstützung durch die Wanderleiter Lutz Fritsch und Peter Seibt wurden alle Touren erfolgreich gemeistert.

Auf dem Herrnhuter Skulpturenpfad wurde über die Geschichte der Brüdergemeinde und seinem Gründer Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf informiert. Entlang eines schönen Wanderweges nach Großhennersdorf gab es 16 Stationen mit Kunstwerken und Skulpturen zu christlichen Themen zu entdecken. Unserer Einladung an andere Naturfreunde uns auf den Wanderungen zu begleiten, kamen das Ehepaar Jörg Ebert von der Ortsgruppe Löbau und der damalige Hauptorganisator der Bundeswandertage Hubert Höfer auf dieser Tour nach.

05-Spreequelle_am_Kottmar
Spreequelle_am_Kottmar
Am_Skulpturenpfad

Am zweiten Tag wurden Wanderungen in zwei Gruppen durchgeführt. Eine Gruppe wanderte zu den drei Spreequellen von Neugersdorf aus. Dabei musste auch auf einen Gipfel, den 583 m hohen Kottmar, gestiegen werden. Vorbei an einer Skisprungschanze ging es später bergab mit traumhaften Aussichten ins Oberlausitzer Bergland. Trotz fehlender Einkerhrmöglichkeiten war diese Wanderung mit den verschiedenen Spreequellen eine große Bereicherung.

01-Umgebindehaus
Umgebindehaus
08-Windmühle_Kottmar
Windmühle_Kottmar
07-Großer_Stein
Großer_Stein
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Kottmarschanze
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Die zweite Gruppe nahm die „Wege durchs Umgebindeland“ in Angriff. Verstärkt durch den ortskundigen Führer Bernd Dressler (vom Verein Kottmarsdorfer Mühle) wurde umfangreiches Wissen auf dem Wege, zu den Umgebindehäusern und besonders zur Kottmarsdorfer Mühle vermittelt. Bernd Dressler sorgte mit seiner Frau und Schwager auch für die Verköstigung unserer Wanderer an der Mühle.

Die Gruppenteilung hatte auch am dritten Tag Bestand. Eine Gruppe wanderte zu den böhmischen Dörfern in Sachsen. Dabei wurde die Geschichte vom Räuberhauptmann Johannes Karasek, der nahe der böhmischen Grenze (als es noch zwei böhmische Enklaven Niederleutersdorf und Schirgiswalde gab) sein „Unwesen“ trieb, dargelegt. Der weitere Weg führte zum Großen Stein (471 m), der im Volksmund auch „Goethekopf“ genannt wird. Die Schönheit der Oberlausitz, verbunden mit dem Wunsch diese mit ihrer Tierwelt zu erhalten, war Bernd Wächter einen Eintrag ins Gipfelbuch wert.

03-Das_Abendmahl
Das_Abendmahl

Auf den Spuren der Textilindustrie begab sich die zweite Gruppe in Großschönau. Inmitten idyllischer Natur, in unmittelbarer Nachbarschaft zu alten Weberhäusern in traditioneller Umgebindebauweise, Fabrikgebäuden aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wurde dieses Textildorf erkundet. Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Deutschen Damast-und Frottiermuseums.

Den Abschluss unserer Mehrtagestour bildete die Besichtigung der Burg und des Klosters Oybin durch alle Naturfreunde. Natürlich durfte auf dem Wege zur Burg die Besichtigung der Bergkirche nicht fehlen. Besonders die Bemalung der zweigeschossigen Holzemporen und Holzkassettendecke aus dem Jahre 1723 faszinierten. Über die Ritterschlucht stiegen wir zum Berg hinauf und erkundeten dann selbständig die Burg und das Kloster. Nach 1,5 Stunden versammelten wir uns noch zu einem gemeinsamen Foto und beendeten unsere Mehrtagestour.

Besonderen Dank an dieser Stelle noch einmal den Wanderleitern Lutz Fritsch und Peter Seibt sowie unserem „Original“ Bernd Dressler, der auch durch seine Geschichten und einem Lied in der Oberlausitzer Mundart begeisterte.

Vielen Dank auch an das Team der Windmühle Seifhennersdorf für die gute Unterbringung und Versorgung, die trotz krankheitsbedingten Ausfalls von Mitarbeitern optimal war.

24.09.2020

NF B. Wächter (Text u. Bilder)