Kurze Ersatzwanderungen zum Eingewöhnen

Sonntag, 7.6.2020

Ein Stück auf dem VPW

Trotz regnerischem Wetter fanden nach langer Wanderpause durch die Corona Pandemie 14 Teilnehmer inkl. 2 Gäste den Weg zu uns.

Die Neugierde und die folgenden Gespräche waren kaum zu überbieten. 8.30 Uhr fuhren wir mit der Vogtlandbahn nach Weischlitz. Gleich am Anfang der 6 km Tour wurden auf dem Bahnhofsvorplatz der Umfang und das Alter einer mächtigen Stieleiche bestimmt. Wenig später bestaunten wir einen Spitzahorn und folgten flussaufwärts der Weißen Elster durch die historische Brücke über die Fußgängerbrücke zum „Alten Gut“. Hier muss man einfach verweilen und die historischen Gebäude bewundern. Hier sehen wir die Hochwassermarkierung von 2013. Kurz danach stehen wir vor einer mächtigen Blutbuche. Unser Weg führt weiter zur Rosengasse. Ab hier folgen wir den Markierungen (VPW, rote und blaue Strichmarkierung). Nun wandern wir am Spielplatz vorbei ins Teichbachtal. Links und rechts des Weges stehen urige Eichen, Linden, Erlen, Ahorne und vereinzelt Nadelbäume. Wir sind überrascht von der Vielzahl der Bäume, Sträucher, Blütenpflanzen und Vögel. Die Fotografen unter uns haben viel zu tun.

Am Doggenteich legen wir eine kurze Pause ein. Denn nun geht es steil bergan in Richtung Pfarrberg. Nun bieten sich uns herrliche Weitblicke. Der Wanderweg führt direkt zu einer überdachten Sitzecke, die der Globus Center gesponsert hat. Ideal für uns, eine größere Rast einzulegen. Plötzlich springt ein Reh durch das anliegende Feld und verschwindet ebenso schnell in den Wald. Kurz danach gehen wir ein Stück zurück und verlassen die markierte Strecke nach rechts.

Ein gepflegter Wanderweg führt zu einer herrlichen Aussicht (An der Vöderitz) auf die umliegenden Dörfer. Zwei Bänke können kurz genutzt werden. Der weitere Weg führt uns an einem Feldrain vorbei. Dort finden wir den Ackerkrummhals, eine seltene Pflanze. 22 Pflanzenarten haben wir bisher gefunden und bewundern können. Im Teichbachtal wandern wir zurück zur Rosengasse und dann abwärts auf der Taltitzer Straße über die Brücke zum Bahnhof, wo wir 11.17 Uhr zurückfuhren. Einige wären am liebsten weitergewandert.

Samstag, 13.6.2020

Ein weiteres Stück auf dem VPW

Wieder starteten wir 8:30 Uhr in Plauen (Vogtl.) ob Bf. Diesmal bei Sonnenschein und heißen Temperaturen. Die eigentlich geplante Wanderstrecke wurde auf Grund der Unwetterwarnungen geändert. Wir fuhren mit der Bahn bis Bf Pirk. Zwei Naturfreunde warteten schon. Sie waren mit dem Auto angefahren.

Details am Wegesrand und Pirker Brücke

Ein kurze Begrüßung und los ging es. Ca. 7,5 km waren kein Hindernis. Wir überquerten die Bahnstrecke. Vor uns lag die Elster – Autobahnbrücke. Ein gewaltiges Bauwerk. Parallel zur Bahntrasse wanderten wir durch das NSG Elsterhang bis zum Sichelgrund. An der überdachten Sitzgruppe legten wir eine Verschnaufpause ein. Denn hier blühen im zeitigen Frühjahr unzählig viele Leberblümchen. Auch die Schwalbenwurz, eine wenig bekante Pflanze reizt die Fotografen. Dann folgen wir der Markierung bergan zum Stillen Plätzchen. Auch hier sehen wir noch die verblühten Leberblümchen. Erstaunt sind wir über die mächtigen Felshänge. Wir verlassen das Waldgebiet und erfreuen uns an den Fernblicken.

Gehen vorbei an den Hirten- und Kalkpöhl und erreichen so Weischlitz. Hier erwartet uns ein mächtige Blutbuche und wenige Meter weiter eine ebenso kräftige alte Eiche. Wir laufen weiter auf der Straße Zur oberen Mühle, vorbei an der Claraquelle, die nur wenig Wasser führte. Dann überqueren wir die Bahnstrecke und sind direkt am Meißnergrund. Auf dem Bahnhausweg wandern wir nach links weiter, dabei bewundern wir in den Felsmassiven eine seltene Pflanze, den braunstieligen Streifenfarn. Wir erreichen die Straße nach Pirk, vorbei an der ehemaligen Pirkmühle. Ein kurzes Stück Straße und wir erreichen den Brückenimbiss. Ein Vorbeigehen steht nicht an, denn wir haben genügend Zeit bis zur Bahnabfahrt. Den leckeren Angeboten und die Freundlichkeit des Personals können wir nicht widerstehen. Nicht nur Susannas Hund „Happy“ genoss die wohltuende Pause bei Temperaturen um 30° C. Mit 10 Minuten Verspätung fuhren wir heimwärts.

Berg frei

NF H. Leipold (Text), NFin A. Neudel (Bilder)