Erlebnisreiche Wanderungen der Naturfreunde Plauen in der Sächsischen Schweiz vom 13.07. – 16.07.23

Die langfristig geplante Mehrtagestour in die Sächsische Schweiz fand sehr großen Zuspruch und war schnell ausgebucht.

17 Teilnehmer hatten das Glück, die unterschiedlichen Touren bewältigen zu können, dabei war die jüngste Teilnehmerin 14 Jahre und die älteste 76 Jahre alt.

Unsere Wanderführer Anne L. und Alexander Denk suchten Wanderwege und Wanderziele mit hohen Ansprüchen und Schwierigkeitsgraden aus, abseits von den bekannten Touristenwegen. Darüber hinaus gab es auch Wanderstrecken mit geringeren Schwierigkeitsgraden, die unter Führung von Volkmar Schmidt als „Genusswandergruppe“ begangen wurden.

Aufstieg zur Kaiserkrone
Aufstieg zur Kaiserkrone
Beschwerliche Wege
Beschwerliche Wege
Blick auf die Schrammsteine
Blick auf die Schrammsteine

Zunächst starteten alle Teilnehmer am Anreisetag ab dem Bahnhof Bad Schandau mit dem Bus nach Schöna. Dort wanderten wir auf den Zirkelstein, genossen die herrliche Aussicht und nach dem Abstieg stärkten wir uns im Gasthaus Zirkelstein bei Kaffee und Kuchen. Danach wurde noch die Kaiserkrone bestiegen und anschließend mit dem Bus bis Ostrau zur Falkensteinklinik gefahren. Entlang der Sendighäuser ging es nach Bad Schandau, mit Zwischenstopp am Eiskaffee Memory und danach mit der Fähre zum Bahnhof zurück. Die Fahrt zur Unterkunft im Aktiv-Hotel Stock & Stein dauerte nicht lang, die Unterkünfte wurden bezogen, das Abendessen eingenommen und sich gemütlich in großer Runde zusammengesetzt. Die Qualität der Unterkünfte, das vielseitige und gut angerichtete Angebot zum Abendessen und auch zum Frühstück begeisterte alle Teilnehmer.

Kurpark Bad Schandau
Kurpark Bad Schandau
Rauenstein
Rauenstein
Auf dem hinteren Raubschloss
Auf dem hinteren Raubschloss

Am zweiten Tag wurden zwei Gruppen gebildet. Die größere Gruppe mit 12 Teilnehmern wanderte von Thürmsdorf zum großen und kleinen Bärenstein, wobei dabei die Riegelhofstiege bewältigt werden musste. Anne L. und Alexander waren voller Lob, dass alle diesen schweren Aufstieg, auch mit gegenseitiger Hilfe, geschafft haben. Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung zum Rauenstein, mit einer kurzen Einkehr in die Gaststätte auf dem Felsen, der Abstieg nach Rathen und der Aufstieg eines Teiles der Gruppe zur Bastei mit dem Abstieg über die Schwedenlöcher. Drei Wanderfreunde blieben in Rathen zurück, um sich die weltweit größte Gartenbahnanlage (7200 m²) in den Eisenbahnwelten anzusehen.

Gartenbahn Eisenbahnwelten
Gartenbahn Eisenbahnwelten
Riegelhofstiege
Riegelhofstiege
Steinige Aufstiege
Steinige Aufstiege

Die zweite Gruppe begann ebenfalls ihre Wanderung in Thürmsdorf und wanderte von dort zum Biedermann-Mausoleum und weiter zur Festung Königstein. Dort besichtigten sie bei einem Rundgang die Wachtürme, das Zeughaus und den Fasskeller mit dem Riesenfass. Besonders beeindruckt waren sie von der Technik im Brunnenhaus. Der Abstieg nach Königstein folgte über den Latzweg, um sich danach mit einem Eisbecher im Kaffee zu belohnen.

Kaiserkrone
Kaiserkrone
Geschädigte Wälder
Geschädigte Wälder

Am nächsten Tag begann eine Gruppe von 9 Teilnehmern bereits um 08:10 Uhr mit der Busfahrt ins Kirnitzschtal, um der angekündigten großen Hitze zunächst zu entgehen. Anstrengende Auf- und Abstiege zum kleinen und großen Pohlshorn sowie dem Teichstein, erschwert noch durch viele querliegenden Bäume, viele Wurzeln und Steine, brachten die Gruppe wieder an die Leistungsgrenze und ins Schwitzen. Nach einer Stärkung in der Gaststätte Zeughaus wurde sich doch noch entschlossen das „Hintere Raubschloss“ auf dem Winterberg zu besteigen. Steile Leitern und Felstritte mussten überwunden werden, um die grandiose Aussicht zu genießen. Zurück ins Kirnitzschtal wurden an der Neumannmühle dann die Füße in der Kirnitzsch gekühlt.

Auf dem Weg zum Zirkelstein
Auf dem Weg zum Zirkelstein
Auf dem Zirkelstein
Auf dem Zirkelstein

Die zweite Gruppe startete mit einem Bus später ebenfalls ins Kirnitzschtal und begann ihre Wanderung an der Neumannmühle in Richtung Lichtenhainer Wasserfall. Der Weg war entgegen der Vorstellung schwierig zu begehen. Vom „kläglichen“ Wasserfall fuhren sie dann mit dem Bus nach Bad Schandau, schlenderten durch den Kurpark, nutzten das Kneippbecken wie bereits zuvor in der Kirnitzsch zur Fußkühlung und kehrten nochmals ins Eiskaffee Memory ein. Inzwischen war das Thermometer auf über 36 °C angestiegen.

Abendliche Zusammenkunft
Abendliche Zusammenkunft
Blick zur Bastei vom Rauenstein
Blick zur Bastei vom Rauenstein

Nach dem Abendessen und unserer gemütlichen Zusammenkunft wurden die vorangegangenen Wanderungen noch einmal ausgewertet und besonders den beiden Wanderführern Anne L. und Alexander Denk gedankt. Ihre Kenntnisse zu den Touren und der Historie in der Sächsischen Schweiz sind von unschätzbarem Wert. Ein kleines Geschenk wurde von der Gruppe an beide überreicht und bereits Pläne für 2024 geschmiedet, einschließlich der Reservierung von Doppelzimmern.

Füße kühlen in der Kirnitzsch
Füße kühlen in der Kirnitzsch

In der Nacht zum Abreisetag zog ein Gewitter auf und es regnete. Aus diesem Grunde und auch durch die Fußverletzung von Anne L. sowie anderer Verpflichtungen von Teilnehmern, verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück und beendeten die Mehrtagestour mit vielen Erlebnissen und Eindrücken.

Auf dem Teichstein
Auf dem Teichstein
Auf dem Weg zur Fähre nach Königstein
Auf dem Weg zur Fähre nach Königstein
Aufstieg zum hinteren Raubschloss
Aufstieg zum hinteren Raubschloss

Wir kommen 2024 wieder!

Bernd Wächter
(Text und Bilder)
19.07.2023